... neuere Einträge
Donnerstag, 9. März 2006
Unausgesprochenes
vom 08.03.06; nachträglich eingetragen
Ich sitze grad im Café K., nach der Sitzung beim Psycho.
Ich glaub, ich hab heut drumherum geredet. Er hat gefragt, nachdem wir beim letzten Mal über Familie geredet haben, ob ich da noch drüber nachgedacht hätte, ob mir dazu noch was eingefallen ist. Ich hab dan nur über die Unsicherheit was mein Selbstbild angeht geredet; mangelnder Selbstwert einerseits und souveräne Außenwirkung andererseits; introvertiert einerseits und extrovertiert andererseits; Wünsche und Erwartungen, die ich für meine hielt, einerseits und erkennen, dass sie von außen kommen, andererseits.
Ich habe nicht erwähnt, dass ich grad nicht mit Ma & Pa umgehen kann, dass am Wochenende Köln ansteht und ich hoffe, dass das Wetter mir eine Ausrede bietet, nicht hinfahren zu müssen. Mir graut vo der heilen Familienwelt dort, vor dem einzig beherrschenden Thema Zwillinge, das die Gespräche dominieren wird, davor wie ich mich dabei verhalten soll.
Und als er nach meinen Wünschen für meine Zukunft, mein Leben, fragte, da hab ich mich nur auf das Berufliche konzentriert. Ich habe gestoppt, als eigentlich dran gewesen wäre zu sagen, dass ich mir einen Partner und ein Kind wünsche.
Und ich habe das Thema "H", das "Haben-wollen", das "Nicht-loslassen-können" ausgelassen.
Warum? Ich vertraue ihm doch! Weil ich merkte, dass meine Unterlippe schon wieder zu zittern begann? Als er über Trauer redete, da hätt ich fast so losheulen können. Vielleicht wollte ich heute einfach nicht heulen? Die Sache mit H ist mir vieleicht auch etwas peinlich. Oder vielleicht tut sie auch einfach noch zu weh.
Ich weiß nicht genau, aber ich glaub, beim nächsten Mal muss ich da endlich drüber reden. Vielleicht betrifft das meine eigentlichen Wünsche, meine eigenen. Familie und Kinder bekommen, das ist, so aus meiner jetzigen Wahrnehmung heraus, nie eine Erwartung von Ma und Pa an mich gewesen. Da ging es eigentlich immer nur um Erfolg in beruflicher Hinsicht und Geldverdienen. Na ja, und bei Ma vielleicht noch der Wunsch, dass ich kreativ bin. Nein, Familie war nie ein Thema.
Wann kam das eigentlich zum ersten Mal für mich auf? Ich glaub so mit 28, mit Thomas damals. Das war ja auch eher so ein Typ für Familie; Einfamilienhaus im spießigen B.
War das vielleicht zum ersten Mal mein eigener Wunsch?
Eigentlich müsste ich Ma & Pa mal fragen, ob das eigentlich nie das war, was sie sich für mich gewünscht haben, und wenn das so ist, warum nicht?
Na ja, aber dieser Wunsch ist wohl auch schwieriger zu realisieren. Für die Erreichung der beruflichen Ziele kann ich selbst mehr tun. Da kann ich einen Plan machen, Teilziele setzen und erreichen. Aber bei Liebe, Partner und Familie da gibt es nur hop oder top. Und da ist viel Glück und Zufall im Spiel. Sowas kann ich mir ja nicht als Ziel setzen, dafür kann ich keinen Plan machen.
Mir scheint, bei H bin ich es fast planvoll angegangen. Hm, planvoll klingt irgendwie berechnend. Na ja, war es vielleicht auch. Ich habe es drauf angelegt. Es passte perfekt, dass er geflirtet hat, paste perfekt in meinen Plan. Er sollte derjenige sein, derjenige welche. Derjenige, mit dem ich eine Familie gründen wollte, mit dem ich Beruf und Privatleben kombinieren und verbinden wollte; und in beider Hinsicht von ihm profitieren wollte?
Aber ich hab mich verzettelt, verrannt, es verbockt? Oder es passte einfach doch nicht? Falsche Wahrnehmung?
Ich weiß es nicht.
Aber ich werde beim nächsten Mal über die Themen reden müssen. Auch wenn dann wohl wieder Tränen fließen werden.
Dienstag, 7. März 2006
Einsturz
Ich habe das Gefühl, dass mein ganzes Leben zusammen bricht. Nicht nur, weil ich meinen Job verloren habe und alle äußere Sicherheit dahin ist. Ich bin mir meiner selbst unsicherer denn je zuvor.
Ich kenne meine Ziele und Wünsche nicht mehr. Diejenigen, die ich mal hatte, von denen weiß ich nicht mehr, ob es wirlich meine sind, oder ob ich damit nur versucht habe, Erwartungen zu entsprechen; egal ob das tatsächlich die Erwartungen an mich gewesen sind oder ob ich sie nur so wahrgenommen hatte.
Aber wie komme ich nun nur an meine eigenen Wünsche heran, an das, was MICH ausmacht? Ich weiß gar nicht wo ich meine Nische noch finden soll. Mein Bruder hat all das, was ich mir für mich gewünscht habe, was ich dachte, was meine Wünsche sind. Was, wenn das nicht meine eigenen Wünsche sind? Welche Nische soll ich da überhaupt noch für mich finden, welche Rolle kann da noch meine sein. Muss ich diese Wünsche, von denen ich mal glaubte, dass sie meine sind, vollständig aufgeben?
Und was ist mit dem, was ich bin? Introvertiert oder Extrovertiert? Das war die Frage nach dem einen Test. Tja, beantwortet ist sie noch nicht. Und auch da weiß ich gar nicht wie ich an die Antwort rankommen soll.
Ich bin analytisch, aber unbewusst laufen Gedankengänge ab, die zutiefst unlogisch sind. Meine Intuition hat mir gesagt, dass ich die Kündigung bekomme. Da lag ich richtig mit dem Bauchgefühl. Bei Hendrik aber lag ich wohl komplett falsch. Worauf soll ich mich verlassen. Den Bauch, der im entscheidenden Moment doch daneben liegt? Oder die Analyse, bei der ich mir nie sicher sein, kann ob das nun rational und logisch ist, oder ob das irgendwelche unterbewussten Gedankengänge sind.
Ich fühle mich zutiefst verunsichert und komplett demontiert.
Vorwitzige Näschen
Der Wasserhahn der Küchenspüle liegt mal wieder im Essig-Essenz-Bad - das Ding muss so zugepfropft gewesen sein, dass es ihn bei Wasser Marsch volles Rohr abgeschossen hat.
Tja, und der gute Gizmo hat sich mal wieder nicht an die Regeln gehalten. Die Küchenarbeitsplatte ist tabu, aber er musste ja unbedingt da hoch und aus der Schüssel schlecken.
Oh, das hat ihm scheinbar so absolut rein gar nicht gefallen! Wie ein Irrer da runter gesprungen, dass es sich anhörte als sei die Küche explodiert und wie vom wilden Affen gebissen in die nächste Ecke gerannt.
Tja, sorry Junge, selbst schuld! ;-)
Vorteile nutzen
Da es ja nunmal ein unschlagbarer Vorteil der Arbeitslosigkeit ist, ausschlafen zu können, kann ich mir ja heute Nacht in aller Ruhe die Oscars antun. Mal sehen was da so abgeht.
Hach, da war schon der erste Riesenseufzer. George hat den ersten bekommen! Hach ja, dieser Mann hat ein Lächeln, dass es einen echt umhaut, und auf den Kopf gefallen ist er irgendwie auch nicht ... kommt ja selten zusammen sowas ...
Da dürfen wir gespannt sein was hier im Laufe der Nacht noch dazu kommt ...
[edit:]
Hm, na ja, meine letzte durchgemachte Oscar-Nacht war irgendwie etwas spektakulärer.
Das überraschendste Ereignis war das irgendwie das Ende der Übertragung. Mir kam es wie eine Werbepause vor, aber dann gings nimmer weiter und Pro7 spielt eine Viertelstunde lang den Eigenwerbungs-Trailer ... na ja, so sehr entertained hab ich mich dabei nicht gefühlt ... wissen die ihr Programm nicht mehr zu füllen oder haben die einfach nur die Zeit falsch geplant???
Na ja, dann mal ab ins Bett ...
Donnerstag, 2. März 2006
Wühlen im Untergrund
Sowas wie Weisheit war es wohl noch nicht, aber kleine Erkenntnisse waren wohl schon dabei, wenn auch irgendwie schmerzhaft. Ach, nein, schmerzhaft? Ich weiß nicht. Ich hab nur viel geheult. Und das passiert doch wohl wenn es weh tut? Aber wie sich das angefühlt hat, anfühlt, kann ich gar nicht genau sagen.
Es war ein Wühlen. Aufhänger dieses Mal das Wochenende mit meinen Eltern. Ich wusste, und wollte, dass das kommen würde. Seit einiger Zeit schon hab ich gemerkt, dass ich mit meinem anfänglich ganz vehement geäußerten Wunsch, nicht in der Vergangenheit rum zu wühlen, sondern gegenwarts- und zukunftsgerichtet zu arbeiten allein nicht weiterkommen würde. Zu oft habe ich in den letzten Wochen automatisch Verbindungen von der Analyse der aktuellen Situation zur Vergangenheit hergestellt. Unwillkürlich. Sie haben sich geradezu aufgedrängt.
Das Wühlen war anstrengend. Es scheint so viel darüber zu liegen, wo ich nicht durchkomme. Nicht einmal die Gefühle kann ich genauer beschreiben, geschweige denn auch nur annähernd begründen. Ich soll ihnen nachgehen, nachspüren, nachhorchen, aber ich weiß gar nicht wie und komm nicht ran.
Ich höre mich nicht.
Komme nicht an das ran, was ich will, für mich wichtig ist, was ich fühle. Alles ist äußerlich. Erwartungen. Selbstbilder. Wünsche. Sie kommen von außen und ich weiß nicht wer ich bin, was mich ausmacht und was ICH mir wünsche.
Er will mir helfen, mich unterstützen dabei. Hoffentlich schafft er das. Und hoffentlich schaffe ich das.
Danach musste ich erstmal ein paar Minuten einfach so im Auto sitzen bleiben bevor ich losfahren konnte, mich sammeln. Der anschließende Latte Macchiato und das Buch im Café taten gut. Als später die Wohnungstür hinter mir zu ging, rollte die erste Träne. Wenige Worte eines Liedes im Radio ließen die Bäche strömen.
Er sagt immer, Weinen ist in Ordnung. Das mag schon sein, aber ich fühl mich unwohl dabei. Ich kann besser für mich allein heulen.
Sowas wie Weisheit
soll mir also heute gegeben sein, laut meiner heutigen Tageskarte:
Energie: Offenbarung, Willenskraft, Vertrauen
Das Amt des Hohepriesters - der auch Hierophant genannt wird - liegt in der Vermittlung zwischen irdischer Welt und ewigen Wahrheiten. Weil er nach der Wahrheit und nach verborgenen Zeichen sucht, weist er den richtigen Weg.
Vertrauen Sie bei Entscheidungen, bei denen Sie der Hohepriester begleitet, auf Ihre innere Stimme der Gerechtigkeit. Versuchen Sie, im Strudel Ihrer Gefühle und Gedanken die entscheidende Essenz zu finden. Meditation ist der Schlüssel zur Erleuchtung.
Na dann kann die heutige Stunde beim Psycho ja trotz Kopfweh nur erleuchtend werden.
Mittwoch, 1. März 2006
Boah, nee, oder?
Das ist jetzt nicht euer Ernst, Leute?! Das ausgerechnet mir?!
Körperhälften
Gestern hab ich die heißen Ohren ja auf den Alk im Blut und die Kälte draußen geschoben. Das kann es nu heute nicht sein.
Heute ist es auch nur das linke Ohr - feuerrot und heiß.
Nein nein, ich kann mich auch nicht entsinnen, nur die linke Kopfhälfte aus dem Fenster raus gehalten, geschweige den an die Heizung gequetscht zu haben.
Oder ist die linke Hirnhälfte grad so überaktiv, dass es da drinnen zu schmoren beginnt? Was macht die noch gleich? Sprache. Logisches Denken - na das wäre ja mal was! Aber ich bin ja auch Linkshänderin, so dass die rechte Hälfte eigentlich dominieren sollte.
Na ja, wurscht woher es kommt. Sind wir mal gespannt, ob morgen ein Seitenwechsel ansteht. ;-)
Dienstag, 28. Februar 2006
Die Ohren
brennen, wenn man alkoholisiert spazieren gegangen ist in der Nacht und dann aus Kälte wieder rein kommt und die voll durchblutet werden.
Hop
oder top ... oder top oder flop?
Espenlaub
Ich brauch Rotein! Viiiieeeel Rotwein!!! Jetzt!!!
Orakelei
Der Herr Mark hat mich mit seinem Posting dran erinnert, dass ich mir vor ein paar Tagen ja auch die Tageskarte bestellt habe. Tja, war bisher im Spam-Ordner gelandet, aber das hat ja erstmal nix zu sagen.
Nun, der Herr Mark glaubt ja nicht so recht an elektronisch erzeugte Zufallsschlüssel beim Tarot.
Dann war das hier vielleicht ein Zufallsvolltreffer?
Tageskarte vom Sa. 25.02.:
Energie: Bewegung, Karriere, Veränderung [Hey, das klingt gut!]
Zumeist verheißt die Schnelligkeit einen Wandel zum Besseren. Sie kann Erkennen bedeuten, aber auch ganz allgemein für Erfolg und Karriere stehen. [Klingt noch besser!] Wo aber Misstrauen und Eifersucht herrschen, kehrt sich der positive Charakter der Schnelligkeit um. [Ach Mönsch, das hätte man mir aber auch vorher sagen können!]
Lösen Sie sich vom Alten, vom Verbrauchten. Akzeptieren Sie den Wandel und streben Sie zu neuen Horizonten. Mit Kooperation und Gesprächsbereitschaft gewinnen Sie und Ihre Umwelt. Vertrauen Sie Ihren Kräften und nutzen Sie sie. [Hab ich. Interessante Stellenanzeige am Samstag entdeckt und grad dabei, die Bewerbung zu schreiben. Außerdem ein interessantes neues Format für initiative Kurzbewerbungen gebastelt, das mir richtig gut gefällt.]
Am gestrigen Sonntag passte aber nur ein kleiner Teil der Tageskarte:
Leidenschaft bestimmt das Wesen dieser mächtigen Karte. Bis zur Selbstaufgabe verfolgt der König der Stäbe seine Ziele, die oft ganz irrationaler Art sein können.
Und heute:
Tageskarte Mo. 27.02.:
Energie: Energie, Bewegung, Zerrissenheit
Als Zeichen für Kraft und Bewegung verkörpert der Wagen dynamische Energie. Er bewegt sich in einem fort und symbolisiert damit die ungebrochene Vorwärtsbewegung allen Lebens. Läuft der Wagen zu schnell, bringt er sich und andere in Gefahr.
Lenken Sie den Wagen behutsam. Seine Kraft bringt Sie Ihr Ziel, wenn Sie Ihr Potential richtig einzuschätzen wissen. Oft zermalmen die Räder des Wagen, was besser heil geblieben wäre. Beachten Sie Ihre inneren Antriebe.
Das kommentiere ich dann lieber morgen erst, der Tag ist ja noch nicht rum ... ;-)
... ältere Einträge


