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Sonntag, 17. Juli 2011
Selbstdisziplin
Mein Gott, hab ich mich zusammenreißen müssen! Da spuckt Dir einer grad ganz gewaltig in die Lebenssuppe, weil ihm eine Nase nicht passt, weil er lieber andere Typen um sich scharrt, und dann musst Du just an dem Tag mit ihm gemeinsam in den Flieger und zu einem Termin. Großartig - da weiß man vorher schon, dass der Tag ganz besonders beschissen wird!
Und weil dieser ach so grandiose Oberhäuptling nicht mal gepeilt hat, dass er mit seiner beschissenen Aktion nicht nur einen mehrfachen Vater in Bedrängnis gebracht hat, sondern auch meine Lebensplanung arg beeinflusst hat, fragt er mich auch noch zweimalig wie es mir geht. Unglaublich! Wie man so wenig von seinen Leuten wissen kann, wenn man doch dieses Team-Leadership-Geschwätz so hoch hält!
Na ja, ich hab meine Hände in der Tasche behalten, so dass keine gerade Linke raus schießen und keine schwungvolle Rechte ausholen konnte. Ich hab auch nicht direkt ins Gesicht oder vor die Füße gespuckt. Ich hab nur mehr als grimmig ein "mh" gemurmelt.
Da schien ein kleines Lämpchen aufzugehen ... Kronleuchter-Köpfe kann man ja als Oberhäuptlinge auch wirlich nicht erwarten ... aber er musste sich doch vorsichtshalber nochmal beim direkten Chef rückversichern bis er die endgültige Peilung hatte.
Ich habe mich zwar den ganzen Tag über in absoluter Selbstdisziplin geübt, aber immer wieder merkte ich wie der Hals enger und enger wurde, wie sich - hoffentlich unbemerkt vom Rest - doch mal eine Träne raus drückste.
Meine fast tötenden oder zumindest mehr als abschätzigen Blicke in Richtung des Ober-Gurus wenn er was sagte oder geradewegs raus aus dem Fenster in solchen Momenten nehme ich davon aus - da hab ich mich gar nicht um weitere Selbstdisziplin bemüht. Auf der fachlichen Ebene hat er meinen Input bekommen, seine Fragen beantwortet bekommen, aber alles weitere musste ich nun wirklich nicht machen.
Tja, und den etwas provokanten Hinweis auf unsere bevorstehende Heirat und das Alter des jüngsten Kindes konnte ich mir nun wirlich auch nicht verkneifen. Wenn er sich hier etwas unwohl in seiner Haut gefühlt hat, dann war das wohl das mindeste. Eigentlich sollte er sich völlig elend fühlen, wenn er andere die Verantwortung für Dinge tragen lässt, die er teils selbst mit entschieden hat ... aber Charakter, Respekt und Moral sind in unserer Branche oder auf diesen oberen Ebenen wohl besonders rar gesäät.
Aber dann hat er sich auch gleich am nächsten Tag noch beim Chef gemeldet, weil doch die Situation am Vortag so blöd war ... oh der arme Kerl ... das tut mir aber leid. Aha, und nun will er mir auch noch was sagen ... bisher hat er sich nicht gemeldet, aber da bin ich dann doch mal gespannt was er da zu sagen hat. Ein paar warme Worte sind sicherlich das, was ich mir jeztt von ihm wünsche. Na ja, ich denke er weiß, dass ich von der direkten ehrlichen Art bin ... wenn nicht, wird er es danach wissen.
Insofern kann das ja eine ganz phantastische Woche werden!
Es sei angemerkt: trotz dieser ganzen Scheiße habe ich nicht zur Fluppe gegriffen ... auch wenn der Drang, der Wunsch danach phasenweise riesig war.
Freitag, 8. Juli 2011
Dreckspack
in der Firma - das verfluchte.
Da denkt man, das Leben wird grad in so richtig positive Bahnen gelenkt - die Glocken, jene welche (aber nur im übertragenen Sinne) sie läuten, Familienplanung ist Thema - und dann kommt so ein Fratzengesicht heute daher, der fachlich nullkommanix Ahnung hat, auch noch nix groß geleistet und geschafft hat bei uns - es müsste schon was ganz im Geheimen gewesen sein, aber auch sowas wäre ja bei uns in der Firma eigentlich über die Flure gesaust ... da kann also nix gewesen sein - na jedenfalls, da kommt dieser Fuzzi daher und macht einiges kaputt mit einer völlig unqualifizierten und wohl eher von persönlicher geschmäcklichkeit als von echter Professionalität gekennzeichneten Entscheidung.
Ziemlich bemerkenswert, wenn solche hohen Herren, der Oberhäuptling soll ja genauso denken, Dinge kritisieren, die sie selbst überhaupt nicht beherrschen.
Es wird immer deutlicher, dass die schönen Worte just ein paar Tage nach Machtübernahme nur soothing bullshit waren.
In manchen Bereichen, Politik z.B., bezeichnet man solche Leute als gefährlich.
Ein Drecksladen mit Dreckspack, dem ich die Pest und größte persönliche und berufliche Dramen an den Hals wünsche!!!
Dienstag, 7. Juni 2011
Ein Urlaub
.... ist doch für so manches gut ... die Entspannung einerseits ... aber auch die Klärung ... vielleicht ist sogar erstere für letztere nötig ... so nimmt alles doch noch eine positive, sehr positive Wendung. ;-)
Mittwoch, 11. Mai 2011
Tief - noch tiefer
Ich rauche wieder.
Der Grund fürs Aufhören fehlt.
Zukunft?
Ja. Da muss man "mal" drüber reden .... seit etwa einem dreiviertel Jahr schon ... hahaha
Ich schlafe auf dem Sofa im Wohnzimmer.
Nein, ich kann nicht schlafen, jetzt sitze ich allein in der Küche, trinke Rotwein und rauche eine Zigarette nach der nächsten.
Ich war so offen und ehrlich was meine Vorstellungen und Wünsche für die Zukunft angeht, was mir wichtig ist. So früh so ehrlich. Es viel verdammt schwer. Aber ich dachte nur so geht es, es wäre der beste Weg, um böse Überraschungen für beide zu vermeiden, um nicht irgendwann über verpasste Chancen Tränen zu vergießen.
Aber ich hab mich wohl getäuscht.
Fühle mich hingehalten und verschaukelt.
Er schläft seelenruhig. Scheint ihn alles nicht zu stören.
Wir müssen halt "mal" drüber reden ... irgendwann mal ... wenn es zu spät ist ...
Ich bettel nicht um Zukunft! Hab ich gar nicht nötig!
Aber ich wills endlich wissen!
Montag, 4. April 2011
Auf Entzug
... und zwar im wahrsten Sinne des Wortes!
So pi mal Daumen habe ich etwa 66% meines Lebens geraucht ... ne ne ... sooo alt bin ich nun auch wieder nicht - nur früh angefangen ... 26 Jahre waren es.
Heute sollte der erste Tag meines neuen Lebens, meines Nichtraucher-Lebens sein.
Bisher ist er das auch, aber ich kann gar nicht ausdrücken wie groß der Wunsch nach einem Glimmstengel heute war bzw. ist - insbesondere seit Mittag, seit mir vor lauter Wutschnauberei auch ohne den wohl schon der Rauch aus sämtlichen Körperöffnungen kam. Nur diese aus- und nachdrückliche Warnung auf dem Beipackzettel des Nikotinpflasters, das ich auf dem Arm kleben habe, dass unbedingt bei Anwendung mit dem Rauchen aufzuhören sei, hat mich bisher davon abgehalten.
Nur mal so als Frage, um sicher zu gehen, dass mir der Entzug nicht das Hirn erweicht hat:
Wenn man mit dem Liebsten eine gemeinsame Wohnung hat, 3 ZKB, kein kleines Loch, aber auch keine riesigen Hallen, wenn man in dieser Wohnung durch das Schlafzimmer ins Bad muss, wenn der Liebste u.a. Kinder im Alter von 16-24 hat, die bisher kaum mal her gekommen sind, nie einen Finger krumm gemacht haben um vielleicht dem Vater mal die ein oder andere Wochenendfahrt abzunehmen oder sonstwie eine Bereitschaft gezeigt hätten für die Beziehung selbst mal etwas zu tun, nun aber das eine Kind gedenkt ein Praktikum in unserer Firma zu machen und bei uns zu wohnen für 2 Monate im Sommer (was gleichbedeutend ist mit null Privatsphäre für mich/uns in meiner/unserer Wohnung), wenn man schon x-mal über Wege der Kommunikation, Prioritäten der Kommunikation etc gestritten hat, ja, dies eigentlich die einzigen echten Streitpunkte sind - - - wenn das alles so ist, kann man dann zurecht erwarten, dass der Liebste über diese Idee die Twen-Tochter hier einzuquartieren für 2 Monate, mit einem spricht, BEVOR er mit der Personalcheffin gesprochen und das Mädel den Lebenslauf geschrieben hat??? Ist es dann legitim, dass man etwas dagegen hat und sauer ist???
.... ich dampfe schon wieder wie ein wutschnaubendes Walross ... auf Entzug.
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