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Donnerstag, 23. Juni 2005
Da fehlen einem die Worte
Ist es Dummheit? Das wäre ja noch nachsehbar.
Oder Unsicherheit? Auch nachsehbar.
Oder vielmehr unverfrorene Frechheit gepaart mit abgrundtiefer Boshaftigkeit? Das wäre unverzeihlich.
Ich kann mir nicht helfen, aber das was gestern Nachmittag schon wieder lockere Scherze waren, ging doch heute tatsächlich schon wieder über in Flirt-Ansätze!
Bisher halte ich die Füße brav still, reiße mich zusammen, auch wenn es noch so schwer fällt. Aber wenn das so weitergeht, dann kriegt er bald auch vor versammelter Mannschaft mächtig einen vor den Bug, dass er das elende geflirte zum Teufel nochmal unterlassen soll, wenn er doch seine Entscheidung getroffen hat! Dann werden auch keine Gefangenen mehr gemacht! Dann gibt es keine Rücksicht auf Verluste mehr!
Mittwoch, 22. Juni 2005
Selbstbeherrschung
Ich muss mich loben. Ich habe diesen Tag wirklich recht souverän und aufgeräumt überstanden - auch wenn er darin wahrlich noch besser war, sich zwar in seiner Haut auch nicht wohl gefühlt hat, aber doch viel stärker trennen kann als ich.
Als die Wohnungstür hinter mir ins Schloss fällt, da beginnt es allerdings wieder - mit einem kleinen Leck und dann brechen die Dämme wieder.
Morgen geht es wieder in den Kampf - genau das ist es derzeit.
Morning after
Um irgendwann vor 6:30 Uhr wach geworden. Ich weiß nicht genau wann. Ich weiß nicht genau wie lange es gedauert hat, die völlig verklebten und zu gequollenen Augen soweit zu öffnen, dass ich die Uhrzeit erkennen konnte.
Der Schädel brummt. Die Augen so dick, dass ich noch nicht weiß wie ich damit heute zur Arbeit gehen soll.
Den Rat von gestern Nacht annehmen und krank machen? Nein, das hat auch irgendwie was mit Stolz und Trotz zu tun. Ich hab noch nie "krank gemacht". Die Augen haben ja noch etwas Zeit abzuschwellen. Aspirin kann ich auf dem Weg besorgen.
Ein wunderschöner Abend war es.
Auf dem Balkon gesessen. Salat geschnippelt. Er hat geduscht. Wir haben in der Küche getanzt, ähm, na ja, die Hüften geschwungen, uns aneinander gerieben, uns leidenschaftlich geküsst. Seine nassen Haare tropften noch, fühlten sich kühl an meinem Hals an. Ich wollte nicht ins Bett. Noch nicht. Ich wollte nicht nur hören, dass ich nicht nur eine Bettgeschichte bin, sondern auch spüren, dass ich nicht so behandelt werde.
Wir schleppen den Tisch auf den Balkon. Essen. Trinken. Reden. Er weiß selbst, dass alles schwierig ist, dass diese Schwierigkeiten in absehbarer Zeit gelöst werden müssen. Ich sage nicht wann, ich sage nur, dass. Er phantasiert was von Alternativen, von denen eine ja eine Ménage a troi wäre. Er lacht dabei, macht den Eindruck, dass es ein Scherz ist. Dennoch, vorsichtshalber mache ich klar, dass das für mich keine Alternative ist.
Bei fast allem worüber wir reden kommen wir immer wieder auf "Entscheidung". Ein ungutes Gefühl. Aber ich genieße es einfach so da zu sitzen, zu reden, seine warme feste Hand auf meinem Oberschenkel unter dem Rock zu spüren, über seinen Unterarm zu streichen, seine Hand dort zu halten. Doch sie bleibt nicht dort, sie fordert, spielt, reizt, will mehr. Als ich mit meinem Blick in seine Augen nicht mehr starr standhalten kann, gehen wir rein.
Ich freue mich darauf, ihn zu spüren, seine Haut, seine Bartstoppeln, in dieses schmale Gesicht über mir zur sehen, es in beide Hände zu nehmen. Dieser Ausdruck dann in den Augen. Einerseits wie ein kleiner großer Junge - und im Prinzip ist er das auch - andererseits hat noch niemand mir so mit seinen Augen so deutlich "Ich finde Dich umwerfend - ich will Dich" gesagt.
Der Sex? Ich hab ihn genossen in diesen Nächten, obwohl ich durchaus schon besseren, vor allem langsameren, hatte. Aber er hatte auch phantastische Momente. Sex ist eh immer wieder von neuem eine Übungssache, ein Einspielen aufeinander. Die Ansätze waren gut.
Mittendrin kommt ihm dann doch tatsächlich noch die Verhütung in den Kopf. Sicherer Tag. Er scheint mir nicht zu vertrauen. Coitus Interruptus. Ha ha, als wenn das besser wäre. Aber gut, muss er halt auffangen.
Als er aus dem Bad zurück kommt, vergräbt er seinen Kopf in meinem Bauch, an meiner Brust. Seufzt. Dass er sich sich zerrissen fühlt, dass er das so nicht weiter kann, dass er wohl doch jetzt schon Verantwortung übernehmen muss, dass er nicht weiß was er machen soll, dass eine Entscheidung her muss.
Ich bin versucht heraus zu platzen, dass er, wenn er sich jetzt hier direkt nach dem Sex von mir verabschieden will, dann doch bitte wenigstens den Anstand haben soll, das direkt zu sagen und nicht auch noch vornehm verklausuliert im weiten Bogen um den heißen Brei tun soll. Doch ich reiße mich zusammen, will nicht voreilig den Mund aufreißen, zwinge mich, abzuwarten, hoffe, dass es doch noch gut ausgeht, streiche durch sein Haar, über seinen Rücken, seine Hand, genieße den Kopf auf meinem Bauch.
Zum ersten Mal spricht er dieses Wort "verliebt" aus, nicht nur "Gefühle haben". Er, der gelernt hat, dass Männer Gefühle nicht zeigen, der Schwierigkeiten hat darüber zu reden, der immer hofft, dass all die Worte drum herum schon richtig verstanden werden. Es sei schlimm, dass er sich so heftig und schnell in mich verliebt habe. Verrückt. Für die meisten ist es etwas schönes, sich zu verlieben.
Er kann E. nicht verlassen! Er wird das hier nicht weiter führen. Wumm! Es ist raus.
Es seien tiefe Gefühle da. Er könne die Familie nicht enttäuschen. blablablablablabla Und nein, er könne seine Gefühle auch nicht einfach so abschalten, sie wären auch in Zukunft wohl weiter da. Aber Job sei Job und das könnten wir trennen und ... blablabla
Mir laufen die Tränen runter. Er habe mich nicht verletzen wollen. blablablabla Handlungen und Ergebnisse sind entscheidend, nicht die Absicht oder Nicht-Absicht!
Er ist gegangen und das große Heulen und Trinken beginnt.
Der Mensch, der mich am besten kennt, ist für mich da. Danke!
Mittwoch, 22. Juni 2005
Aus
Vorbei.
Handlungen und ihre Ergebnisse sind entscheidend, nicht die Absicht oder Nicht-Absicht
Dienstag, 21. Juni 2005
Hackebreit
Ein probates Mittel gegen Liebeskummer ist Vodka mit Kaffeelikör und Milch und Eis mit den Nachbarn. Gleich zwei davon in ordentlicher Mischung, nen Bier vorneweg nach fast nix gegessen am Tag und walken am Abend, dann gehts einenm schon viel besser.
Da trifft der
es doch mal wieder voll und ganz.
Jetzt geh ich schlafen.
Arschloch! Jawollja!
Zitate im Aufzug II
er: bin heute abend mit chef und kollege x und kollege y zum was-weiß-ich-was verabredet.
sie: schön.
sie über IM: da du am donnerstag was von "auf montag verschieben" meintest, hab ich dein hemd übrigens gewaschen. im bügeln bin ich nicht so gut. kannst es dir also einfach irgendwann bei mir abholen ... vermute nicht, dass dir lieber ist, dass ich das zur arbeit mitbringe
er über IM: wir sollten vielleicht den Donnerstag nicht auf Montag, sondern auf Dienstag verschieben
Scheißkerle!
Und da soll sich nochmal einer darüber beschweren, dass ich Feierabend mache, ohne mich zu verabschieden. Ich lach mich tot! Ich glaub ich hab heut nicht mal ein guten Tag gehört.
Namensfindung
Ich sollte einen adäquateren Namen für dieses Blog hier finden.
Damals bei myblog war es ja noch was mit Jammertal. Würde eigentlich auch wieder gut passen.
Oder vielleicht Kotzkübel oder so ähnlich. Denkönnte ich jetzt auch mal wieder gebrauchen.
Aber ich könnte es auf etwas vornehmer "Vobarium" oder "Vomarium" oder wie immer das auch hieß nennen. Coole Sache eigentlich, die die Römer damals hatten. Mir wäre jetzt danach.
Sonntag, 19. Juni 2005
Unliebsame Blicke
Ein schönes Plätzchen inmitten des hohen Grases hatte ich mir gesucht. Blickgeschützt vom Fußweg. Ein Besucher vor mir hat schon eine passende Stelle "geplättet".
Ich hab da ja so meine Komplexe, mich zu sonnen. Der kurze Weg im Kleid zum Park war mir schon unangenehm. Aber da so allein für mich, da lass ich doch die Hüllen ein klein wenig fallen, damit die bleiche Blässe wenigstens mal einen kleinen Schimmer bekommt. Da lieg ich, das Kleid etwas gelüftet, mit aufgestellten Füßen und lasse mir die Sonne auf die Beine, das Dekolleté, die Arme und das Gesicht scheinen und hänge meinen Träumen nach.
Plötzlich eine unbekannte Stimme. "Hallo?!" Innerhalb einer Nanosekunde springt mir das Herz unter die Schädeldecke. So schnell öffne ich die Augen, blicke direkt in die Sonne und setze mich auf, dass mir schwindlig wird. Grad noch seh ich einen seltsamen Kerl genau am Fußende meiner Decke stehen, der was von "Brauchst keine Angst haben" murmelt und neben meiner Decke weiter geht.
Ich erinnere mich erstmal daran, bitter weiter zu atmen. Luftholen. Einige Momente brauche ich noch, mich wieder hin zu legen. Innerlich fluche ich über den Blödmann, der nicht den Anstand hat, wenn er im mehr als kniehohen Gras eine auf dem Boden ausgebreitete Frau trifft, einen Bogen drum herum zu machen. Idiot halt.
Danach schrecke ich immer wieder von Geräuschen auf und eine Viertelstunde später steht der Kerl schon wieder da, etwas entfernt. Er blickt herüber. Ich setze mcih auf, starre ihn an, rufe ihm ein "Verpiss Dich!" entgegen. Er wirft "Luftküsse" zu mir rüber und verschwindet.
Meine Reaktion scheint keinen sonderlichen Eindruck gemacht zu haben, oder eben gerade. Jedenfalls ist er kurze Zeit später schon wieder da. Ich koche. Wieder "Luftküsse". Ich stehe auf, brülle ihm "Scheiß Spanner! Verpiss Dich! Sonst setzt es was!" rüber und entdecke zu meiner Erleichterung ein Fahrrad einige Meter entfernt im Gras stehen. Ein Pärchen in Unterwäsche ist aufgeschreckt und er scheint aus dem Gras - denen ist die Lust dann wohl auch vergangen.
Ich gebe auf und packe meine Sachen. Zum Kotzen!
Scheißkerl! Arschloch! Am Schwanz aufhängen, sollte man den!
Technische Hindernisse
Da wollte ich grad schön noch CD für eine Freundin brennen, hatte vor ein paar Tagen oder Wochen schön alles schön zusammen gestellt im iTunes, da macht mir das Miststück einen Strich durch die Rechnung.
Bedeuten Zahlen etwa nicht mehr überall dasselbe? Wenn iTunes die Größe der Zusammenstellung mit 492,8 MB angibt, und auf der CD was von 700 MB steht, dann sollte es doch eigentlich keinerlei Probleme geben.
Gibt es aber. Angeblich passt das nicht alles drauf und iTunes will auf mehrere verteilen und startet mit 19 Titeln für die erste Auswahl.
Menno! Das kanns doch nicht sein!
Schlafen
ist wirklich eine hervorragende "Ablenkung". Schwuppsidiwupps ist der halbe Sonntag schon rum. Und den Rest krieg ich auch noch irgendwie hin.
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