Situationsabhängigkeit

Wenn ich allein bin, dann arbeiten sich die Gedanken einen Turm hinauf, Windung für Windung. Dann komme ich einzig zu dem Schluss, dass das nichts wird, dann ich das alles jetzt beenden muss, dass ich ihm, gleich wenn wir uns das nächste Mal sehen, sagen werde, dass das so nicht geht, dass ich das so nicht kann, dass er sich entweder jetzt sofort für mich entscheidet, oder mich zum Teufel nochmal in Ruhe lassen soll.

Wenn ich ihn sehe, wenn ich in seiner Nähe bin, dann ist das alles dahin, dann stehe ich vor der geschlossenen Turmtüre und komme nicht rein, dann regiert nur Hoffen, Wünschen und Träumen, dann will ich nur fühlen, muss mich zusammenreißen, nicht einfach immer nur anzufassen.
Dann ist es einfach nur schön.
Herz 00:30h Link   Kommentieren (0 Kommentare)
Menschenkenntnis

Ich wundere mich noch immer über meine Nachbarin, zu der ich sonst gar nicht so sehr den Draht habe, bzw. die mich sonst oft genug nervt.

Vor fast zwei Wochen, als ich zurück kam, nachdem ich den Übernachtungsgast grad nach Haus gebracht, da schaute sie mich überrascht an und fragte, ich verliebt wäre. "Du bist verliebt! Das sieht man." Vorsichtiger Nachsatz "Oder ist was schlimmes passiert?" - letzteres konnte ich ja glücklicherweise verneinen, ersteres aber offenbar nicht mal verbergen.

Sieht man das so sehr? Wenn das schon jemand sieht, der mich eigentlich gar nicht kennt, wie sehe ich dann eigentlich für die anderen aus? Na ja, erste Verdachtsmomente scheint es ja schon zu geben. Woran sieht man das eigentlich? Dachte ich hätte eher sehr müde ausgesehen. Oder hat sie einfach nur den Röntgenblick? Ja, genau, das wird es sein, sie hat einfach eine besondere Antenne dafür. Der Rest wird es schon nicht merken.

Mannomann, ich fühl mich wie ein kleiner idiotischer Teenager. Hilfe!
Herz 18:50h Link   Kommentieren (0 Kommentare)
Positiver Nebeneffekt

oder Galgenhumor.

So blitzeblank war meine Wohnung noch nie!
Selbst alle Fenster lassen wieder Licht durch und die Farben des TV scheinen wieder intensiver.

Wirklich abgelenkt hat es jedoch nicht.

Aber vielleicht doch auch mal was essen, wäre nicht schlecht. *schwummrig*


[edit:]
Gestern Abend noch Walken und Gymnastik. In einem Jahr bin ich 20 kg leichter. Basta!
Sie haben die Wahl, Frau Ella!

Sie können das ganze Wochenende bei schönstem Wetter übelgelaunt und mürrisch auf dem Sofa verbringen, die Startseite von Blogger bewachen und feststellen, dass sich eh nix tut, weil nicht alle so bescheuert sind wie Sie! Dabei machen Sie sich Trilliarden von Gedanken darüber, was er wohl gerade macht, wie er sich vielleicht grad vergnügt, erinnern sich daran wie weich sich seine Haut anfühlt, wie einladend seine Lippen waren, wie der Schalk aus seinen Augen springt und blitzt, wie Sie der Duft seiner Achseln kirre macht, wie Ihre Finger diese kleine wohlgeformte Kuhle vom Beckenknochen zu den Lenden entlangstreichen ... und versinken dabei in einem Meer von Selbstmitleid.


Sie können auch versuchen, sich abzulenken, ein Fachbuch zur Hand nehmen und damit wenigstens noch was Sinnvolles für sich selbst tun. [funktioniert eh nicht!]


Sie können auch in die Stadt shoppen gehen. - - Na ja, ok, die Kasse ist leer und nicht passende Klamotten erhöhen Frustpegel nur noch mehr. Also lassen Sie das doch lieber.

Sie können aber auch zupacken und sich in praktische Arbeit stürzen - die Wohnung gibt genügend her von Müll über Wäschewaschen bis Fensterputzen.

Sie haben die Wahl, Frau Ella!

...

Die Würfel sind gefallen.
Alltaegliches 12:59h Link   Kommentieren (0 Kommentare)
Im Aufzug I

Er: Darf ich noch was sagen?
Sie: Klar.
Er: Kannst Du mir bitte am Wochenende keine SMS schicken? Ich lüge nicht. Und das könnte mich in arge Bedrängnis bringen.
Warten

ist keine meiner besonderen Stärken.
Gedanken halt 23:53h Link   Kommentieren (0 Kommentare)
Dieses Wochenende

hasse ich jetzt schon!!!
Standhaftigkeit

kann ich mir selbst dann wohl nicht mehr attestieren.
Da hat es doch tatsächlich nur eine Flasche Wein und ein paar Worte gebraucht, dass ich in den Laken gelandet bin, in denen vermutlich noch der Duft der anderen Frau steckte.

Mannomann, ich hab mir die erste Flasche Wein quasi rein geschüttet, obwohl ich den ganzen Tag fast nix gegessen hatte ... und ganz genau wusste, dass ich eigentlich dieser Tage keinen Rotwein trinken durfte. Sturzbetrunken - ist und soll aber natürlich keine Entschuldigung sein. Der Mega-Kater ist da wohl nur gerecht.

Ja, Frau Ella konnte es wieder nicht für sich behalten, konnte die Klappe nicht halten. Jut, jetzt weiß er, dass ich mich verliebt habe, dass es nicht nur um sein Gewissen geht, sondern um die Gefühle von Dreien.
Quasi das "Vorsicht! Bitte nicht verletzen!"-Schild hoch gehalten.
Seinerseits sind angeblich auch Gefühle da, aber nicht nur für mich.

Die Nacht war wunderschön, der Morgen danach weniger. Mag auch an seiner Morgenmuffeligkeit und dem Nicht-aus-der-Kiste-Kommen liegen. Ich glaub, er hat gar nciht mitbekommen, dass ich gegangen bin.


Und gleich kommen wir wieder getrennt bei der Arbeit an und benehmen uns wie zwei Kollegen, die halt immer zusammmen rauchen gehen, aber eigentlich unterschiedlicher nicht sein könnten.
Die Spannung steigt

Pausenauszüge

er: was ist?
sie: nichts. wieso?
er: weil du mich angeschaut hast.
sie: nur reaktion. hab aus dem augenwinkel gesehen, dass du mich angeschaut hast.

sie: warum grinst du?
er: ich grinse nicht. ich lächle. ich freu mich.
sie: aha. glaub ich nicht. dein kinn zittert.
er: ich versuche das grinsen, äh, lächeln zu unterdrücken.
sie: stimmt nicht. du versucht es auszureizen. willst sehen wie lange ich dem blick standhalte.
er: so subtil bin ich doch gar nicht. und solche spielchen sind mir auch viel zu dumm.
sie: hahaha

er: wir könnten uns ja vielleicht diese woche mal wieder treffen.
sie: *kicher* ja, könnten wir.
er: was gibt es da zu lachen?
sie: das klingt so herrlich unverfänglich.
er: ist es doch auch *nochmehrgrinsenalsehpermanent* und dann können wir uns ja was ausdenken was wir machen.
sie: das klingt jetzt gar nicht mehr unverfänglich.

er: *versehentlichertrittinihreferse*
sie: *minimaler stolperer*
er: oh, ich bitte um verzeihung für diesen plumpen annäherungsversuch.
sie: ach ja, gibs zu, wolltest mich gleich flach legen?
er: *gespieltempörterblick* das dachte ich eigentlich von dir.
sie: *mindestensebensoempörterblick*
er: das war ein scherz. wirklich.
sie: von mir nicht.

sie: rauchen?
er: gern.
sie: ok, muss nur noch schnell zu kollege x. bin sofort zurück.
er: ich warte.
...
er: das ging ja fix. du bist ja eine von den schnellen.
sie: klar, aber nur, wenn du damit die aufgabenerledigung meinst *höhöhö*
er: *grinsen* in welchen dingen auch sonst?
sie: das hast du sehr genau verstanden.
er: ach, da bin ich auch langsam.
sie: das seh ich anders.


... to be continued ...

wir treffen uns dann übermorgen.
....
Eßstörung,

ungewohnt, doch durchaus willkommen.

Ich habe keinen Hunger, obwohl mein Magen knurrt.
Die Aufbackbrötchen sind fertig, doch ich mag nichts essen, bekomme nichts runter. Das sonst heiß ersehnte Sonntagsfrühstück mit Ei kann mich nicht reizen.

Kaffee und Zigaretten reichen aus.


[edit:]
Grad erste vorsichtige Nahrungsaufnahme - gezwungendermaßen. Belohnt mit Sodbrennen.

Mich fröstelt schrechlich.
Die Worte sind frei ...

Er soll sein Grünzeug mit rüber nehmen. Ich brauch das nicht.

Was denn eigentlich los sei. Wir sollten das jetzt mal besprechen.

Ja, ich bin unglücklich mit meiner Postion hier, im rein räumlichen wie auch übertragenen Sinne. Es geht nicht voran. Die Absprache war einer andere. Ich fühle mich hier allein. Ich bin isoliert, abgesondert, gehöre nicht mehr dazu.

Wir müssen das nochmal mit dem anderen besprechen. Aber er wisse nicht, ob der davon nicht langsam genervt sei und vielleicht mal die Geduld verliere. Andeutung.

Grad angefangen und schon wieder unterbrochen. Störung. Was anderes ist wichtiger. Er geht einfach weg.

Ich folge. Will das zuende bereden. Will nicht wieder abgespeist werden. Werde lauter.

Er geht das dunkle Treppenhaus runter.

Ich brülle ihm von oben ein Schimpfwort hinterher.

Er nimmt es erstaunlich gelassen.

Ich bin angespannt, wütend, tobend. Laufe ins Leere.



... im Traum.
Traeume 11:35h Link   Kommentieren (0 Kommentare)

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