... neuere Einträge
Sonntag, 2. Oktober 2005
Sie sagt, sie fragt
Sie sagt, sie hat es gewusst.
Sie sagt, sie hat mich gewarnt.
Sie sagt, sie hat es prophezeit.
Sie hat Recht.
Sie fragt, warum ich mich nochmal darauf eingelassen habe.
Weil ich ihn liebe, weil ich dachte, es hätte sich was geändert.
Sie fragt, warum ich ihn nach allem was er getan und gesagt hat, noch liebe.
Ich habe keine Antwort.
Ich frage, warum ich ihn wohl noch immer liebe.
Sie hat keine Antwort.
Sie sagt, er wird es wieder versuchen.
Sie sagt, er wird es wieder schaffen.
Sie sagt, bei weiterem beruflichen Umgang, noch engerem beruflichen Umgang, mache ich mich auf Dauer kaputt.
Sie hat mindestens teilweise Recht.
Sie, die soviel stärker ist als ich, deren Stärke und Selbstwert ich gern hätte.
Samstag, 1. Oktober 2005
Was soll ich tun?
Ihn "einfach" nicht mehr zu lieben, das funktioniert nicht, das hat schon in den letzten Wochen und Monaten mehrmals nicht funktioniert.
Ich weiß nicht warum, es ist vollkommen irrational, es lässt sich nicht erklären, aber ich liebe ihn, habe Empfindungen, die ich bisher noch nicht kannte, genieße Dinge, die mich sonst vollkommen unwohl sein ließen.
Noch nie konnte ich einen Mann im Arm halten und mich dabei nicht unwohl fühlen. Bei ihm ist das vollkommen anders. Selten habe ich mich besser gefühlt als mit ihm in meinen Armen, seinem Gesicht an meiner Brust, jeden Zentimeter Körper von Kopf bis Fuß spüren.
Ich kann das einfach nicht mehr.
Die Firma mit den 10 Festen ist zu klein für uns beide. Ich halte das nicht aus. Ich denke eh schon als erstes am Morgen und als letztes am Abend an ihn. Ihn ständig vor Augen zu haben, seinen Duft in der Nase, seine Stimme im Ohr, sein Lächeln. Ständig der Wunsch nach unseren Gesprächen, der Wunsch ihn immerzu zu berühren, zu lächeln. Ich kann nicht schon wieder täglich mit wässrigen und geröteten Augen durchs Büro laufen.
Ich kann das einfach nicht mehr.
Ich weiß nicht mehr weiter.
Was soll ich nur machen?
Ich kann einfach nicht mehr.
Kündigen?
Damit könnte ich meine Weiterentwicklung in den anderen Bereich abhaken. Damit hänge ich auf ewig dort fest wo ich jetzt bin. Mal ganz abgesehen davon, dass ich grad wirklich Probleme hätte, ne adäquate Stelle zu finden.
Dafür sorgen, dass er kündigt?
Damit könnte ich meine Weiterentwicklung innerhalb dieser Firma für die nähere Zukunft abhaken. Ob es dann nochmal irgendwann klappt? Keine Ahnung.
Beides keine wirkliche Alternativen.
Ich weiß nicht weiter.
Was soll ich nur tun?
Jeder Schritt
erinnert an die Nacht in der Mitte der Woche.
Die Muskeln in den Schenkeln und im Po schmerzen.
Jeder Schritt macht ein Verdrängen unmöglich.
Jeder Schritt treibt die Tränen in die Augen.
Samstag, 1. Oktober 2005
Kreisgang
Der Weg liegt vor mir.
So manche bunte Pflanze am Rand kommt mir bekannt vor.
Halbdunkel.
Vorsichtig setze ich einen Fuß vor den anderen. Der Gang war damals schmerzhaft.
In der Luft ein seltsam süßlicher Duft, dem ich entgegen strebe.
War ich schon einmal hier? Ist es derselbe Weg? Dasselbe Ziel? Oder scheint es nur so? Ist etwas anders?
Ich kenne den Geruch. Es riecht nach Scheiße.
Doch ich gehe weiter. Vorsichtig zwar, mich umschauend, doch ohne anzuhalten, ohne umzukehren.
Ein kleiner Pfad biegt ab vom ausgetretenen einladend breiten Weg. Es ist nicht zu sehen wohin er führt. Gestrüpp versperrt sie Sicht.
Einen kurzen Moment lang zögere ich. Blicke den Weg entlang. Er wirkt heller. Ist es vielleicht doch nicht derselbe?
Im Gehen noch ein flüchtiger Blick zum dunklen Pfad und schon folge ich dem süßlichen Duft.
Erst als ich bis zum Hals in der stinkenden Brühe stecke, erkenne ich alles wieder.
Hier war ich schon mal. Schon mehrmals.
Es treibt mir die Magensäure hoch und die Tränen aus den Augen.
Ein Gedicht kommt mir in den Sinn.
I took the one less traveled by,
And that has made all the difference.
Robert Frost, The road not taken
Der kleine Pfad, das wäre der Ausweg gewesen.
Nichtsdestotrotz, noch immer entdecke ich im Gestank diese süßliche Komponente.
Donnerstag, 29. September 2005
Zwei Herzen
Es klingt glaubhaft.
Verstehen kann ich es jedoch nicht.
ES TUT WEH!!!
Endlosschleife.
Warum nur sind diese Gefühle noch da?!?!
Zu spät
Schade, dass der WBJC schon vorbei ist ... ich hätte was beizutragen heute.
Dummheit ohne Grenzen
Manche Fehler muss man, respektive Ella, offenbar mehrfach begehen.
Dienstag, 27. September 2005
Aufgekratzt
Ich renne durch die Gegend wie ein aufgescheuchtes Huhn. Trete das Gaspedal zu tief durch - knapp, knapp, knapp - und fahre nochmal rasanter als eh schon. Drehe die Musik zu laut auf. Immer wieder schleicht sich ein Grinsen in mein Gesicht.
Als würden die Endorphine überschäumen - oder in meinem Blut blasen werfen wie es in diesem aktuellen Song heißt.
Aufgekratzt.
Als wäre ich glücklich.
Trügerischer Schein.
... ältere Einträge